Heinrich Aldegrever

 
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Heinrich Aldegrever - Entwurf für eine Dolchscheide: Fähnrich und Ornamentschmuck
Heinrich Aldegrever
"Entwurf für eine Dolchscheide: Fähnrich und Ornamentschmuck"
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Matthäus Zasinger (Meister MZ) - Der große Ball in der Residenz des Herzog Albert IV. von Bayern
Matthäus Zasinger (Meister MZ)
"Der große Ball in der Residenz des Herzog Albert IV. von Bayern"
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Hendrik Goltzius
"Bildnis der Gräfin Françoise d'Egmont "
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Heinrich Aldegrever

Paderborn 1502
- Soest 1555


Heinrich Aldegrever, wird 1502 in Paderborn als Sohn einer bürgerlichen Handwerkerfamilie geboren. Der richtige Name von Heinrich Aldegrever ist Hinrik Trippenmeker. Im Alter von etwa neunzehn Jahren beginnt er seine Lehrjahre in der Werkstatt des Malers Ludger tom Rings des Älteren in Münster. Seine Wanderjahre führen ihn wahrscheinlich in die Niederlande. Nach seiner Rückkehr wirkt Aldegrever zunächst als Maler in der westfälischen Stadt Soest. Doch bald darauf entdeckt er den Kupferstich für sich und er wendet sich von der Malerei ab. Ob Heinrich Aldegrever sein großes Vorbild, den Nürnberger Kupferstecher Albrecht Dürer je persönlich getroffen hat, ist nicht bekannt. Starke Ähnlichkeiten in der Arbeitsweise deuten aber darauf hin. Dafür dass Aldegrever Dürer verehrte, spricht auch, dass er dessen Signatur AD mit den eigenen Insignien AG beinahe imitierte. In der Zeit um 1527-55 schafft Aldegrever etwa 290 Kupferstiche, meist kleineren Formates. Davon stellen etwa 200 Arbeiten Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament, allegorische Figuren, antike Götter und Sagengestalten aus der römischen Geschichte dar. Besonders kulturgeschichtlich wertvoll sind die zwei Folgen der »Hochzeitstänzer« von 1538 und 1551. Aldegrever erschafft weiterhin Porträtstiche von Martin Luther, Philipp Melanchthon und seinem Landesherrn, dem Herzog Wilhelm III. von Cleve, Jülich und Berg. Aldegrevers umfangreiches und künstlerisch wertvolles Kupferstichwerk lässt ihn als einen namhaften Vertreter der deutschen Graphik des 16. Jahrhunderts und unter den sogenannten Nürnberger »Kleinmeistern« als sehr bedeutend erscheinen.